3. Oktober 2016

Nobelpreis Tag eins: Medizin

Schon wieder ist ein Jahr vergangen und am Mittwoch wird mein Blog nun schon zwei Jahre alt. In diesem zweiten Jahr habe ich gelernt, dass es weniger wichtig ist, wie viel man schreibt, sondern das Schreiben muss Spaß machen, man sollte sich keinen Druck machen und nicht darauf schauen, was populär ist, sondern seine eigenen Trends setzen. Und obwohl ich immer mal wieder kleinere und größere Pausen einlege, bin ich immer noch mit ganzem Herzen dabei und jedes Mal furchbar nervös, bevor ich den »Veröffentlichen« Button drücke.

Und wunderbarerweise fällt mein Bloggeburtstag immer in die Nobelpreiswoche und so ist es fast schon eine kleine Tradition geworden, im Laufe der Woche die sechs NobelpreisträgerInnen vorzustellen. Es ist eine Woche, in der ich ganz viel lerne und es ist eine Woche, in der die eigentlichen und wichtigen Stars im Vordergrund stehen - die WissenschaftlerInnen, die uns heilen, die uns helfen, die unser Leben vereinfachen und die uns den Glauben an die Menschheit ein bisschen zurück geben. Diese Woche gehört ihnen!










Wie seit vielen Jahren werden die sechs zu verleihenden Nobelpreise in einer festgelegten Reihenfolge verliehen. Traditionell wird am ersten Montag im Oktober der Gewinner des Nobelpreises für Medizin/Physiologie bekannt gegeben. In diesem Jahr ging dieser an den Japaner Yoshinori Ohsumi, für die Entdeckung der Mechanismen der Autophagie.

Autophagie setzt sich aus den beiden griechischen Wörtern »auto« (selbst) und »phagein« (essen) zusammen. In den 1960 entdeckten Forscher, dass Zellen ihre einzelnen Bestandteile bzw. Proteine zerstören können, indem sie um diese einen Membran schließen und anschließend mit Hilfe eines Lysosomes entsorgen. Obwohl das Phänomen schon seit einiger Zeit bekannt war, konnte Yoshinori Ohsumi erst in den 1990 dieses mit Experimenten an Hefe nachweisen.

»Ohsumi's discoveries led to a new paradigm in our understanding of how the cell recycles its content. His discoveries opened the path to understanding the fundamental importance of autophagy in many physiological processes, such as in the adaptation to starvation or response to infection. Mutations in autophagy genes can cause disease, and the autophagic process is involved in several conditions including cancer and neurological disease.« (Quelle: Nobelpreis)

















1988 startete Ohsumi sein eigenes Labor und entschlüsselte 1993 mit seinen Arbeitskollegen 15 Gene, die für die am Recycling einzelnen Zellbestandteile zuständig sind und entdeckte nach und nach die Mechanismen, die bei dieser Arbeit greifen. Das Recycling lässt sich heutzutage in zwei Schritte einteilen: Zunächst werden die kranken bzw. kaputten Bestandteile in Bläschen eingeschlossen. Anschließend werden sie von Lysosomen umschlossen, die Enzyme enthalten und die defekten Bauteile in ihre einzelnen Bestandteile zerlegen - diese können nun wieder genutzt werden. Wichtig ist die Autophagie für mehrere Bereiche: Sie setzen Energie für hungernde Zellen frei, können uns vor Krankheitserregern schützen und das Altern verlangsamen, indem sie defekte Proteine beseitigen.(vgl. Spiegel Online)

Interview mit dem ausgezeichneten Nobelpreisträger

CLICK TO LISTEN! ”I was surprised. I was in my lab”. Yoshinori Ohsumi on being awarded the 2016 #NobelPrize in Physiology or Medicine. ”Even now we have more questions than when I started”, says Yoshinori Ohsumi on his research field autophagy. He is very surprised and in a bit of shock that he has been awarded the Prize, and says that he will come to Stockholm in December to receive it. The interviewer is Adam Smith, Chief Scientific Officer at Nobel Media.
Posted by Nobel Prize on Montag, 3. Oktober 2016

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