28. März 2016

Montagsfrage: »Wie lang brauchst du im Schnitt für ein Buch von ca. 300 Seiten? War das schon mal anders?«

Irgendwie bin ich beim Schreiben nicht so konsequent, wie ich es mir gedacht hatte. Im Winter wird es immer so früh dunkel und ich bin seit Januar bei Netflix angemeldet. Da habe ich abends oft einfach Tee gemacht und eine Serie nach der anderen gesehen. Das hat auch wirklich sehr viel Spaß gemacht. Jetzt ist es aber wieder wärmer und ich bin motivierter raus zugehen um Berlin zu genießen und endlich auch wieder mehr an meinem Blog zu schreiben. Zur eigentlichen Frage:

Ich kann es nicht sagen, wie lange ich für 300 Seiten brauche - lese ich einen Roman, einen wissenschaftlichen Text, ein Sachbuch oder ein Gedichtband? Es kommt auf so viel an und sogar bei Romanen kann meine Lesegeschwindigkeit stark variieren - direkte Rede kann ich besser und schneller lesen und kurze Sätze sind einfacher. Je mehr ich mich auf den Text konzentrieren muss und je mehr ich mich einlassen muss, desto länger brauche ich für ein Buch. Für wissenschaftliche Artikel brauche ich aber am längsten, da ich jedes einzelne Wort verstehen möchte und im Unterschied zum Roman nicht quer lesen kann.

Aber genau wie Buchfresserchen würde ich sagen, dass ich in einer Stunde zwischen 50 und 70 Seiten schaffe. Dennoch versuche ich es zu vermeiden, meine Zeit zu stoppen und ständig auf die Uhr zu schauen. Immer wenn ich schnell ein Buch fertig lesen muss, fühle ich mich so unter Druck, dass ich das Lesen nicht so recht genießen kann. Und das kommt manchmal vor, wenn ich total verschlafen habe, dass sich der Buchclub am Wochenende trifft und ich noch 250 Seiten und mehr lesen muss. Aber bis jetzt habe ich das Buch dann doch meistens zu Ende gelesen.

Früher, also so vor 10 bis 15 Jahren, habe ich einfach nicht so viel und intensiv gelesen, wie ich das jetzt tue und ich würde sagen, dass ich langsamer gelesen habe. Da Lesen für mich aber noch nie etwas mit Wettbewerb und Zeit zu tun hatte, kann das auch anders sein - keine Ahnung!

Im Unterschied zum Buch bekomme ich bei Hörbüchern gar nicht mit wie viele »Seiten« ich schon gehört habe. Wenn ich nach einem langen Spaziergang nach Hause komme, bin ich oft überrascht, dass ich schon über die Hälfte hinter mir habe oder mehr. Aber hier kann ich ja die Geschwindigkeit auch nicht beeinflussen!

Generell soll Literatur Spaß machen und da ist es egal, ob man schnell oder langsam konsumiert.




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