13. Oktober 2015

Nobelpreis Tag sechs: Wirtschaft

Die Nobelpreiswoche ist schon wieder vorbei und vor uns steht die Buchmesse. Bevor  ich mich in den Süden Deutschlands aufmache, möchte ich euch noch den diesjährigen Gewinner des an den an den Nobelpreis angelehnten Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften vorstellen. Im Unterschied zu den anderen fünf Preisen stand dieser nicht im Testament Alfred Nobels, sondern wurde 1969 auf Grund des 300-jährigen Bestehens der Svergis Rilsbank gestiftet - ist dabei aber nicht weniger ehrenvoll.

In diesem Jahr ging die auch Wirtschaftsnobelpreis genannte Auszeichnung an den Schotten Angus Deaton für seine Analyse des Verbrauchs, der Armut und der Wohlfahrt.










Um Wirtschaftssysteme zu kreieren, die Wohlergehen fördert und Armut reduziert, muss man zunächst individuellen Kaufentscheidungen verstehen. Der ausgezeichnete Angus Deaton hat zum Verständnis darüber beigetragen, wie individuelle Entscheidungen und aggregierte Ergebnisse zusammenhängen und konnte so einen weiter Schritt im Verständnis von Mikroökonomie, Makroökonomie und Entwicklungsökonomie tätigen.

Er versuchte in seinen Arbeiten auf drei entscheidende Fragen eine Antwort zu finden (siehe auch nobelprize.org)

1. Wie verteilen Konsumenten ihre Ausgaben zwischen verschiedenen Gütern?
Nicht nur, wer was kauft, kann hier beantwortet werden, sondern die Politik weiß auch, wie sich Steuerreformen bestimmte Güter auf einzelne gesellschaftliche Schichten auswirken. So entwickelte er ein Schätzungssystem, was auf dem Warenpreis und dem individuellen Einkommen beruht.

2. Wie viel des Gesamteinkommens eines Landes wird ausgegeben und wie viel wird gespart?
Hier setzte er auf individuelle Analysen und betrachtete nicht nur das Wirtschaftssystem als Ganzes um zu verstehen, wie sich über viele Jahre der Prozentsatz von Ausgaben und Spareinlagen entwickeln - je nachdem, wie viel Einkommen macht pro Monat hat.

3. Wie können wir am besten Wohlfahrt und Armut messen?
Auch hier betont er die individuellen Haushalte, um wirtschaftliche Mechanismen zu erkennen. So können diese Befragungen auch auf andere Zusammenhänge Hinweise geben. Deaton hat mit dieser Methode theoretische Grundlagen mit Hilfe der Empirie untermauert bzw. widerlegt.

Ich kenne mich mit der Wirtschaft nicht so gut aus, aber ich habe so gut wie möglich versucht die Verdienste vom Nobelpreisträger so gut wie möglich zusammen zu fassen. Für weitere Informationen schaut einfach auf der offiziellen Website, hört euch das Interview an und schaut bei unserer Freundin Google nach.

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