18. November 2014

Köln #3: »Ludwig goes Pop«

Nachdem ich euch schon gezeigt habe, wie ich mit meiner Schwester durch Köln gezogen bin und wie wir in der Harry Potter Ausstellung  waren, will ich in meinem letzten Post über Köln euch noch die neue Sonderausstellung im Ludwig Museum (Museum für Moderne Kunst) zeigen - »Ludwig goes Pop«.

Die Ausstellung zeigt bekannte und unbekannte Werke aus den Privatbeständen des Ehepaars Ludwigs. Einige Werke sind aus der Dauerausstellung des Museums entnommen, die ich vor einigen Jahren schon einmal besucht habe, viele jedoch sind aus verschiedenen Standorten extra »angereist«.

Dazu muss ich sagen, dass ich Moderne Kunst sehr mag und verehre. Wer sich lieber Gemälde ansieht, die vor dem 20. Jahrhundert entstanden sind, mag diese Ausstellung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gerne, alle anderen werden sich sehr gut unterhalten mit den Werken, die ironisch sind, zum Mitmachen einladen und sich kritisch mit den Themen Krieg, Konsum, klassische Rollenverteilung und Sexualität auseinandersetzen.

„Pop­ulär, massen­pro­duziert, ver­brauch­bar, bil­lig, witzig, sexy, spie­lerisch, auf­fal­l­end, ver­führerisch“ – laut Richard Hamil­ton sind es diese Ei­gen­schaften, die eine Sache in­teres­sant machen und die auch als An­spruch an das ei­gene kün­st­lerische Werk zu gel­ten haben. Was der bri­tische Kün­stler 1957 als neuen Maßstab for­mulierte, war da­mals ein Skan­dal. Eine Ab­sage an die vorherrschende Kunst und ihre hehren Werte Orig­i­nal­ität, Au­then­tiz­ität und „Tie­fe“, die dem Kunst­w­erk doch ange­blich seine Be­deut­samkeit ver­lei­hen. Ober­fläche? Massenmedi­um? Pop­ulärkul­tur? Pop war eine Be­frei­ung für die ei­nen – ein trivialer Af­front für die an­deren. (Rechte: Museum Ludwig)

Die Ausstellung selbst ist in elf Themenbereiche unterteilt und sehr schön konzipiert. Außerdem bietet sie einen ersten wunderbaren Überblick über die Popkultur in der Kunst. So werden Werke von Warhol, Wesselmann, Lichtenstein und vielen anderen gezeigt.

Mein absolutes Lieblingswerk war ein ganz großes Gemälde, welches aus einzelnen Dreiecken zusammengesetzt wurde (leider habe ich den Maler vergessen), einen ganzen Raum einnahm und eine Mischung war aus Kartenmaterial und Kriegsanalysen. Versteht ihr was ich meine? Es hat mich wirklich sehr in seinen Bann gezogen.


Ich habe circa 90 Minuten gebraucht mir alles anzusehen. Am Anfang bekommt man ein kleines Faltheft in dem man sich während der Ausstellung immer wieder über die einzelnen Themenbereiche informieren kann. Ich persönlich brauche in einer Kunstausstellung nicht mehr Informationen, da ich es meist besser finde, wenn die Bilder einfach so wirken, gerne könnt ihr euch aber auch einen Audioguide ausleihen. Wie dieser ist, kann ich aber nicht beurteilen.



Die Ausstellung läuft noch bis 11. Januar 2015.

Karten
11€, ermäßigt 7,50€
(damit kann auch die sehr gute Dauerausstellung besucht werden)

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
erster Donnerstag im Monat bis 22 Uhr

Adresse
Heinrich-Böll-Platz (direkt am Dom)
50667 Köln


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