19. Oktober 2014

Film: »Who Am I«

Es ist zwar schon ein bisschen länger her, aber trotzdem will ich euch nicht vorenthalten, dass ich vor circa zwei Wochen im Kino war, zusammen mit J. und N. um »Who Am I - Kein System ist sicher« zu schauen.
Als J. vorschlug diesen Film zu schauen, hatte ich noch rein gar nix über diesen Film gehört oder gelesen und verstand auch erst einmal UMY und nachdem noch erwähnt worden war, dass es ein Hackerfilm sei, war ich doch sehr spektisch, als wir uns an einem kalten Herbstabend trafen.

Achtung - Trailer enthält Spoiler - Achtung



INHALT
Der sehr schüchterne und introvertierte Benjamin Engel (Tom Schilling) lebt mit seiner Großmutter am Rande von Berlin und schlägt sich mit Nebenjobs, unter anderem als Pizzafahrer, so durch. Im Internet findet er jedoch die Anerkennung, die er ihm realen Leben nicht bekommt und hackt kleinere Sachen. Als er durch einen Zufall auf seine alte Klassenkameradin Marie (Hannah Herzsprung) trifft, die gerade in der HU-Bibliothek lernt und indirekt andeutet, dass sie ihre Prüfungsfragen gern hätte, hackt er sich in den Unicomputer und wird dabei erwischt. Bei den abzuleistenden Sozialstunden trifft er auf Max (Elyas M'Barek), der ihm seine Hackercrew Stephan (Wotan Wilke Möhring) und Paul (Antoine Monot Jr.) vorstellt und sie gemeinsam die Gruppe CLAY bilden und Hackerangriffe auf diverse Institutionen starten, was im Laufe des Films ausarten wird...(Mehr wird nicht verraten.)

EINDRUCK
Ich hatte am Anfang ein bisschen Angst, dass es so speziell sein wird, dass ich der Handlung nicht folgen kann. Dies war in keinster Weise so, wir hatten sehr viel Spaß diesen Film zu sehen. Es gibt überraschende Wendungen und die Akteure wissen, was sie machen.

Endlich musste Elyas M'Barek nicht nur sein Shirt ausziehen und dabei lustig sein, sondern war überzeugend in einem eher ernstem Film und auch Antoine Monot Jr. (der vor allem aus der Werbung als TechNICK bekannt ist) verdient es, dass man ihm mehr Beachtung schenkt. Am schrägsten jedoch war Wotan Wilke Möhring, der für diese Rolle einfach einmal komplett tätowiert wurde und so abgedreht spielt, dass es herrlich war ihm zuzusehen und sich zu erschrecken. Aber der Star des Filmes ist klar Tom Schilling, den ich seit »Oh Boy« in mein Herz geschlossen habe und der ein ganz fantastischer Schauspieler ist.

Am meisten mitgerissen war ich aber von der Darstellung des Darknet und sehr beeindruckt. Filmisch wurde dies mittels eines verkommenen U-Bahnwaggons umgesetzt, in dem alle Masken tragen und sich miteinander auf Englisch austauschen und Fraktionen bilden - das ist visuell so schön, dass wir uns nach dem Film einig waren, dass dies (neben der Story) das beste war.

FAZIT
Ich fand den Film wirklich toll und ich bin echt überrascht gewesen, dass die deutsche Filmindustrie auch spannende, moderne und aktuelle Actionfilme bzw. Thriller produzieren kann und für einen Kinoabend genau das richtige ist.

RAHMENDATEN

Autor: Baran bo Odar
Regisseur: Baran bo Odar
Kamera: Nikolaus Summerer
Schnitt: Robert Rzesacz
Darsteller: Tom Schilling, Elyas M’Barek, Wotan Wilke Möhring, Antoine Monot Jr., Hannah Herzsprung, Trine Dyrholm, Stephan Kampwirth
Länge: 105 Minuten
Produktionsland: Deutschland

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